Vertrauen oder Ohnmacht

Die Zwickauer Neo-Nazis lebten mehr als ein Jahrzehnt unentdeckt in Deutschland, ermordeten kaltblütig und offenbar akribisch geplant zehn Menschen, zündeten Bomben und verherrlichten auch noch in einem abstoßenden Film ihre Taten. Schockiert und fassungslos sind wir derzeit alle nur Betrachter.

„Kooperationsverbot“ – selten dämlich

Politik und Politiker sollten verständlich sein, sonst ist alles nichts. Das sollte für eines der zentralen Politikfelder, der (Schul-) Bildungspolitik, doch erst recht gelten. Deutschlands einzige, vom Import – normalerweise - unabhängige Ressource ist Bildung. Dafür brauchen wir zum Glück keine Pipelines aus dem Osten und auch keine Endlager für radioaktives Zeug, die im Zweifel eh nicht sicher wären.

Das Ende der Politik

Angela Merkel hat in den großen Fragen der jüngeren Zeit jeweils jeden Standpunkt vertreten, den man vertreten konnte: Für und gegen Atomkraft, gegen und für Hilfen für Griechenland, für und gegen die Wehrpflicht, um nur ein paar Beispiele zu nennen. Dabei beschreibt das nur die jeweils extremsten Positionen, zwischen denen sie jeweils in schneller Abfolge und feiner Abstufung mal mehr und mal weniger offensiv ihre Überzeugungen angepasst. Man könnte das für einen Mangel an Orientierung halten. Aber man hätte damit unrecht.

Medienschau

In Kürze: Eine kleine Buchkritik
 
In Kürze erscheint an dieser Stelle eine kleine Buchkritik zu den Memoiren von vier Personen der US-Politik, die nicht mehr politisch aktiv sind und in Old Europe bestens bekannt sein dürften: George W. Bush, US-Präsident von 2001-09, sein Stellvertreter Dick Cheney, die ehemalige Sicherheitsberaterin und spätere Außenministerin Condoleezza Rice und natürlich Donald Rumsfeld, der Verteidigungsminister, der dem Leser die gerechte Welt erklärt, indem er beispielsweise auf den feinen Unterschied zwischen "unbekannten Unbekannten" und "bekannten Unbekannten" eingeht.
 
Commander-in-chief Bush beschreibt die vielen harten Entscheidungen, die er vor, während und nach dem 11. September, dem Irak-Krieg, dem Afghanistan-Einmarsch etc. treffen musste und wofür ihm die Nachwelt später noch danken wird. Dick Cheney und Condi Rice halten offenbar persönlich nicht viel voneinander - von den jeweiligen politischen und intellektuellen Fähigkeiten des anderen noch viel weniger. Jedenfalls stellen beide Polit-Haudegen viele Buchseiten für diese Art des Fernduells ab.
 
Eigentlich fast schon komisch, wie die Akteure sich gegenseitig um die vermeintlichen Sonnenplätze in den Geschichtsbüchern streiten. Später mehr.

 
 
 

Icon Fax Icon Phone Icon Mail